Pivot-Tabelle in Excel – einfach erklärt, Schritt für Schritt
Eine Pivot-Tabelle fasst eine lange Liste per Mausklick zusammen, zum Beispiel den Umsatz pro Filiale und Produkt, ohne dass du eine Formel schreibst. Du erstellst sie über Einfügen > PivotTable und ziehst danach die Spaltenüberschriften in die Bereiche Zeilen, Spalten und Werte.
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Die Tabelle unten ist echt: Tippe die Formel selbst ein, wie in Excel. Zelli prüft deine Lösung und hilft, wenn etwas nicht stimmt.
Interaktive Übung
Probier es aus: Eine kleine Pivot-Auswertung per Formel
Schritt 1 von 2
Eine Pivot-Tabelle mit der Filiale in den Zeilen und dem Umsatz in den Werten summiert pro Filiale. Dieselbe Zahl liefert SUMMEWENN: Bereich mit den Filialen, Kriterium, dann der Bereich mit den Umsätzen.
Berechne in H2 mit SUMMEWENN den Gesamtumsatz der Filiale in E2.
| A | B | C | D | E | F | G | H | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Filiale | Produkt | Umsatz | Filiale | Gartenstuhl | Sonnenschirm | Gesamt | |
| 2 | Bremen | Gartenstuhl | 420,00 € | Bremen | ||||
| 3 | Dresden | Sonnenschirm | 310,00 € | |||||
| 4 | Bremen | Sonnenschirm | 280,00 € | |||||
| 5 | Mainz | Gartenstuhl | 390,00 € | |||||
| 6 | Dresden | Gartenstuhl | 510,00 € | |||||
| 7 | Bremen | Gartenstuhl | 360,00 € | |||||
| 8 | Mainz | Sonnenschirm | 150,00 € | |||||
| 9 | Dresden | Sonnenschirm | 240,00 € | |||||
| 10 | Bremen | Sonnenschirm | 190,00 € | |||||
| 11 | Mainz | Gartenstuhl | 270,00 € |
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- Schritt 1:
H2: =SUMMEWENN(A2:A11;E2;C2:C11) - Schritt 2:
F2: =SUMMEWENNS(C2:C11;A2:A11;E2;B2:B11;F1)
Was eine Pivot-Tabelle macht
Stell dir eine Verkaufsliste mit einigen Hundert Zeilen vor: Datum, Filiale, Produkt, Umsatz. Die Chefin will wissen, wie viel jede Filiale mit jedem Produkt umgesetzt hat. Mit einer Pivot-Tabelle ist das eine Sache von Sekunden. Excel sucht alle verschiedenen Filialen heraus, schreibt jede einmal untereinander und summiert die passenden Umsätze daneben. Ziehst du das Produkt noch in die Spalten, entsteht eine Kreuztabelle mit einer Zahl pro Kombination.
Das Wort „Pivot“ heißt so viel wie Drehpunkt. Du kannst die Auswertung jederzeit drehen: Filialen in die Spalten, Produkte in die Zeilen, oder ein Datum als zusätzliche Gliederung. Die Ursprungsliste bleibt dabei unberührt.
Ehrlich gesagt: Eine echte Pivot-Tabelle kannst du in unserem Browser-Trainer noch nicht anklicken. Die Übung oben rechnet deshalb dieselben Zahlen mit Formeln aus. Das ist kein Notbehelf: SUMMEWENN und SUMMEWENNS sind genau das, was du brauchst, wenn eine Auswertung eine feste Form haben soll oder sich sofort mit den Daten ändern muss.
Die Daten vorbereiten
Eine Pivot-Tabelle ist nur so gut wie die Liste darunter. Prüf vorher diese Punkte:
- Eine Überschriftenzeile. Jede Spalte hat genau eine Überschrift, keine davon ist leer.
- Keine Leerzeilen und keine leeren Spalten mitten in den Daten. Excel erkennt sonst nur einen Teil der Liste.
- Ein Datensatz pro Zeile. Keine Zwischensummen und keine verbundenen Zellen in der Liste.
- Einheitliche Werte. „Bremen“ und „Bremen “ mit Leerzeichen am Ende sind für Excel zwei Filialen.
- Echte Zahlen und echte Datumswerte, nicht als Text gespeichert.
Am besten machst du aus der Liste eine formatierte Tabelle: Klick hinein und wähle Einfügen > Tabelle. Neue Zeilen gehören dann automatisch dazu.
Pivot-Tabelle erstellen: Schritt für Schritt
- Klick in eine beliebige Zelle deiner Liste.
- Wähle Einfügen > PivotTable. Excel schlägt den Bereich oder den Namen der Tabelle vor.
- Lass „Neues Arbeitsblatt“ ausgewählt und klick auf OK. Rechts erscheint die Liste PivotTable-Felder.
- Zieh das Feld Filiale in den Bereich Zeilen. Jede Filiale steht jetzt einmal untereinander.
- Zieh das Feld Umsatz in den Bereich Werte. Daneben steht „Summe von Umsatz“.
- Für eine Kreuztabelle ziehst du Produkt in den Bereich Spalten.
- Optional: Ein Feld im Bereich Filter blendet einzelne Einträge oben über ein Auswahlfeld ein oder aus.
Wenn du unsicher bist, welche Auswertung passt, probier Einfügen > Empfohlene PivotTables. Excel zeigt dann Vorschläge auf Basis deiner Daten.
Werte anders zusammenfassen
Standardmäßig summiert die Pivot-Tabelle Zahlen. Willst du stattdessen den Durchschnitt, das Maximum oder die Anzahl sehen, klickst du mit der rechten Maustaste auf einen Wert und wählst Werte zusammenfassen nach. In den Wertfeldeinstellungen stellst du zusätzlich das Zahlenformat ein, zum Beispiel Währung. Unter Werte anzeigen als findest du Anteile wie „% des Gesamtergebnisses“.
Was die Formel-Variante kann
Die Formeln aus der Übung entsprechen den Bereichen der Pivot-Tabelle. SUMMEWENN mit einer Bedingung ist eine Pivot-Tabelle mit einem Feld in den Zeilen. SUMMEWENNS mit zwei Bedingungen entspricht Zeilen und Spalten zusammen. Für Anzahlen nimmst du ZÄHLENWENN oder ZÄHLENWENNS.
Der Vorteil der Formeln: Sie rechnen sofort neu, wenn sich eine Zahl in der Liste ändert, und du bestimmst die Form der Tabelle selbst. Der Nachteil: Jede Filiale und jedes Produkt musst du als Beschriftung selbst eintragen. Kommt eine neue Filiale dazu, ergänzt du eine Zeile. Für schnelle Analysen großer Listen ist die Pivot-Tabelle deshalb oft schneller, für Berichte mit festem Aufbau sind die Formeln oft robuster.
Mehr zur Formel-Variante steht in den Artikeln zu SUMMEWENN und SUMMEWENNS. Schritt für Schritt üben kannst du sie in der Lektion SUMMEWENN mit Summe_Bereich. Auf Englisch heißt die Pivot-Tabelle übrigens PivotTable. Die englischen Namen der Formeln findest du in der Übersicht Excel-Funktionen Deutsch–Englisch.
Typische Fehler mit Pivot-Tabelle
Anzahl statt Summe
Steht in der Wertespalte auch nur ein Text, etwa „k. A.“ oder eine als Text gespeicherte Zahl, fasst die Pivot-Tabelle die Spalte mit Anzahl statt mit Summe zusammen. Du änderst das per Rechtsklick auf einen Wert, Werte zusammenfassen nach > Summe. Besser ist es, die Texte in den Daten zu bereinigen.
Interaktive Übung
Fehler beheben: Anzahl statt Summe
Schritt 1 von 1
In E2 sollen die Einnahmen für Getränke stehen, aber dort steht 4. ZÄHLENWENN zählt nur die Zeilen. Dasselbe passiert in einer Pivot-Tabelle, die „Anzahl von Betrag“ statt „Summe von Betrag“ zeigt.
Ersetze die Formel in E2 durch SUMMEWENN, sodass sie die Beträge der Kategorie in D2 addiert.
| A | B | C | D | E | |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Kategorie | Betrag | Kategorie | Einnahmen | |
| 2 | Getränke | 86,00 € | Getränke | 4 | |
| 3 | Kuchen | 42,00 € | |||
| 4 | Getränke | 115,00 € | |||
| 5 | Grillgut | 140,00 € | |||
| 6 | Kuchen | 58,00 € | |||
| 7 | Getränke | 64,00 € | |||
| 8 | Grillgut | 95,00 € | |||
| 9 | Getränke | 73,00 € |
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E2: =SUMMEWENN(A2:A9;D2;B2:B9)
Neue Zeilen fehlen
Die Pivot-Tabelle merkt sich den Bereich, aus dem sie erstellt wurde. Hängst du unten Zeilen an, fehlen sie in der Auswertung. Erstelle die Pivot-Tabelle deshalb aus einer formatierten Tabelle (Einfügen > Tabelle), die wächst mit. Sonst passt du den Bereich über Datenquelle ändern an.
Interaktive Übung
Fehler beheben: Neue Zeilen fehlen in der Auswertung
Schritt 1 von 1
Zeile 9 kam später dazu. Die Formel in E2 endet aber bei Zeile 8, die 73 € fehlen also. Bei einer Pivot-Tabelle ist das der gleiche Fehler: Auch deren Datenquelle wächst nicht von allein mit.
Erweitere die Bereiche der Formel in E2 bis Zeile 9.
| A | B | C | D | E | |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Kategorie | Betrag | Kategorie | Einnahmen | |
| 2 | Getränke | 86,00 € | Getränke | 265 | |
| 3 | Kuchen | 42,00 € | |||
| 4 | Getränke | 115,00 € | |||
| 5 | Grillgut | 140,00 € | |||
| 6 | Kuchen | 58,00 € | |||
| 7 | Getränke | 64,00 € | |||
| 8 | Grillgut | 95,00 € | |||
| 9 | Getränke | 73,00 € |
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E2: =SUMMEWENN(A2:A9;D2;B2:B9)
Geänderte Zahlen erscheinen nicht
Eine Pivot-Tabelle rechnet nicht automatisch neu wie eine Formel. Nach jeder Änderung an den Daten klickst du mit der rechten Maustaste hinein und wählst Aktualisieren.
Spalte ohne Überschrift
Jede Spalte braucht eine eigene, nicht leere Überschrift in der ersten Zeile. Fehlt eine, bricht Excel mit der Meldung „Der PivotTable-Feldname ist ungültig“ ab oder vergibt einen nichtssagenden Platzhalternamen. Beides vermeidest du, wenn du die Überschriften vorher prüfst.
Eine Filiale erscheint doppelt
Steht in einigen Zeilen „Bremen“ und in anderen „Bremen “ mit Leerzeichen am Ende, zeigt die Pivot-Tabelle zwei getrennte Zeilen. Bereinige solche Einträge vorher, zum Beispiel mit GLÄTTEN in einer Hilfsspalte.
Pivot-Tabelle und Formeln im Vergleich
| Pivot-Tabelle | SUMMEWENN / SUMMEWENNS | |
|---|---|---|
| Aufbau | per Maus, Felder ziehen | Formel tippen |
| Neue Daten | erst nach Aktualisieren | sofort |
| Layout ändern | Feld in einen anderen Bereich ziehen | Formeln und Beschriftungen anpassen |
| Viele Gruppen auf einmal | automatisch, jede Ausprägung eine Zeile | eine Formel pro Gruppe |
| Eigene Form der Tabelle | eingeschränkt | völlig frei |
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Häufige Fragen zu Pivot-Tabelle
Was ist eine Pivot-Tabelle?
Eine Pivot-Tabelle ist eine Auswertung, die Excel aus einer Liste baut. Sie gruppiert gleiche Einträge, etwa alle Zeilen einer Filiale, und fasst die Zahlen dazu zusammen, meist als Summe. Die Originaldaten bleiben dabei unverändert.
Wie erstelle ich eine Pivot-Tabelle?
Klick in deine Liste und wähle Einfügen > PivotTable. Bestätige den Bereich, wähle „Neues Arbeitsblatt“ und klick auf OK. Dann ziehst du in der Liste PivotTable-Felder eine Spalte nach Zeilen und eine Zahlenspalte nach Werte.
Wie aktualisiere ich eine Pivot-Tabelle automatisch?
Von selbst rechnet sie nicht neu. Manuell aktualisierst du per Rechtsklick > Aktualisieren. Damit Excel das beim Öffnen der Datei erledigt, setzt du unter PivotTable-Optionen > Daten den Haken bei „Daten beim Öffnen der Datei aktualisieren“.
Wie sortiere ich eine Pivot-Tabelle nach Wert?
Klick mit der rechten Maustaste auf eine Zahl in der Wertespalte und wähle Sortieren > Nach Größe sortieren (absteigend). Dann steht die Zeile mit dem höchsten Wert oben.
Wie gruppiere ich ein Datum nach Monaten?
Zieh das Datumsfeld nach Zeilen. Neuere Versionen wie Microsoft 365 fassen die Datumswerte dabei oft schon von selbst zu Jahren, Quartalen und Monaten zusammen. Passt diese Einteilung nicht oder fehlt sie, klick mit der rechten Maustaste auf ein Datum und wähle Gruppieren. Markiere „Monate“ und, wenn deine Daten über mehrere Jahre gehen, zusätzlich „Jahre“.
Weiterlesen und üben
- Lektion: SUMMEWENNS
- Lektion: SUMMEWENN
- Lektion: SUMMEWENN mit Summe_Bereich
- Lektion: Praxis: Umsatzauswertung nach Region & Monat
- Übungen zum Thema: Excel-Übungen: Grundlagen
- Verwandte Funktion: SUMMEWENNS erklärt
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- Verwandte Funktion: ZÄHLENWENN erklärt
- Nachschlagen: Excel-Funktionen Deutsch–Englisch
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